00:00Wir fahren fort, noch mal zur Erinnerung: Der Zustand eines Quantenregisters mit N Cubits ist so ein Vektor, ein Vektor von Gewichten
00:10Dieser Vektor hat exponentiell viele Komponenten, groß N viele, und das ist 2 hoch klein n
00:19Diese Gewichte sind komplexe Zahlen, und das Wichtige ist, dass der Vektor Länge 1 hat, also das heißt, der Vektor ist ein Punkt auf der Einheitskugel, und die Quantenphysik erlaubt jede Operation, die diese Einheitskugel in sich überführt, umkehrbar eindeutig
00:38Manche dieser Operationen erlauben eine effiziente Realisierung in Quantenhwer
00:42Wir werden Beispiele auf der nächsten Folie sehen
00:44Sehen auch noch mal wichtig, Quantenrechner rechnen im Verborgenen, man kann diese Zustände nicht anschauen, diesen Vektor nicht sehen
00:54Wenn man ein Register inspiziert, misst, dann sieht man einen klassischen Zustand, und zwar sieht man den Zustand i mit Wahrscheinlichkeit Absolutbetrag von wi ins Quadrat, und das ist ja auch Wahrscheinlichkeitsverteilung, weil sich diese Quadrate zu eins aufsummieren
01:14Jetzt sehen wir uns einen ganz spezifischen Algorithmus an, erstmal das Problem: Suchen in einer großen Menge
01:25Die Eingabe ist ein klassischer Schaltnetz, bestehend aus und oder nicht, wir nennen Dieses klassische Schaltnetz F, also das ist sowas, wir haben Und-Gatter oder Gatter, wir haben Eingaben, Variablen X1, X2, X3 etwa, und die fügen wir, füttern wir mal da rein, und dann kommt aus den GN was raus, und hab noch Unat, und dann kommt was raus, und D kommt vielleicht ne, und so weiter, so ein Schaltwerk, das hat n Eingaben, klein n Eingaben, und dieses F soll die Eigenschaft haben, dass es genau eine Angabe genbt, genau eine, wo das F1 ist, ja? Also, wir haben diese Funktion F, die hat die Eigenschaft, also wir haben diesen Schaltkreis, die eine Funktion T von N Eingängen X1 bis Xn, da kommt 0 oder 1 raus, und die Eigenschaft von dem F ist, es gibt genau eine Eingabe X Stern, wo das dieser Schaltkreis 1 liefert, und dieses X Stern sollen wir finden
02:50Klassisch, na, also was einem sofort einfällt, ist natürlich, man probiert alle Eingaben durch
02:56Man probiert x = 0, dann x = 1, dann x = 2 und so weiter bis x = 2 hoch n minus 1, und irgendwann muss das F1 ausgeben, und dann hat man das X Stern gefunden
03:16Und wenn man das so macht, dann ist es klar, im schlechtesten Fall muss man sich alle anschauen
03:20Wenn man Pech hat, ist es genau das letzte Element, das man sich anschaut, was das X Stern ist
03:24Im Mittel geht es schneller, man muss sich nur die Hälfte der Elemente anschauen, bis man das Findet, das Wichtige ist, klassisch geht es nicht besser, ja, besser geht es nicht
03:40Ja, also im Schnitt, der Aufwand klassisch, wächst linear in N, und wir werden jetzt sehen, Quantenrechner können es mit Laufzeit proportional zu Wurzel N
04:20Das heißt, hier ist ein Unterschied, und dieser Unterschied ist beweisbar
04:25Ja, die Laufzeit von dem Quantenrechner ist nur die Wurzel von dem Laufzeit von dem klassischen Rechner, und wenn das N groß ist, ist es natürlich ein riesiger Unterschied
04:34Wie machen das Quantenrechner? Jetzt sehen wir zusammen diesen Algorithmus von Grover, den hat Grover erfunden, Mitte der 80er, der Braucht also nur Zeit Wurzel aus Groß N
04:47Der Algorithmus, im Wesentlichen, der ist ganz einfach, der benutzt zwei Operationen
04:53Die eine Operation ist, wir, ich zeichne ihn jetzt mal im Bild, also das Bild ist so zu lesen: hier sind unsere Zustände 0, 1, 2 bis 2 klein n - 1, groß N - 1, lass mich groß N - 1 schreiben, irgendwo hier in der Mitte ist das X Stern, irgendwo ist das X Stern, wir wissen nicht wo, und hier sehen wir die Gewichte und äh die sind irgendwie, ja, und was die Operation macht ist, die dreht bei dem Gewicht von dem X Stern das Vorzeichen, ja, alle anderen Gewichte bleiben gleich, und es ist klar, dass der die Länge von dem Vektor Unverändert ist ja, denn nur wir Vorzeichen ändern, ändern sich, dass die Länge von diesem, der Absolutbetrag von dem Gewicht nicht
06:21Äh, Physiker nennen das nicht Vorzeichenwechsel bei X Stern, sondern Phase Inversion bei X Stern
06:30Ja, also Vorzeichen des Gewichts von X Stern wird geändert, alle anderen Gewichte bleiben gleich
06:37Und das zweite, die zweite Operation, die das der Algorithmus benutzt, ist, wir haben wieder unsere Zustände 0, 1 bis Gr n-1 und wiederum die Gewichte, also die oben Operation ist jetzt ETW Komplex, irgendwo ist unser X Stern, aber das ist jetzt gar nicht wichtig, wo das ist, ja, hier sind unsere
07:08Gewichte, dann wird der Mittelwert bestimmt, dieser Gewichte, also mein Mittelmehr zusammen, der wird ungefähr hier sein, jetzt bei meiner Zeichnung, ja, das ist der Mittelwert
07:34Und dann wird jedes Gewicht an dem Mittelwert gespiegelt, also so viel wie das oben drüber ist, ist es dann unten runter, also dieses geht daher, das ist nur ein bisschen oben drüber, das geht daher
07:52Äh, das geht in sich selber über, weil es genau der Mittelwert ist, das hier, so viel oben drüber geht, so viel unten drunter, das ist unten drunter, das geht so viel oben drüber, das ist so viel unten drunter ist, dann so viel oben drüber und schließlich
08:10Das ist noch ein bisschen unten drunter, das geht ein bisschen oben drüber
08:14Ja, also mathematisch, wir ersetzen m - wi, das ist der Abstand zum Mittelwert, den addieren wir zum Mittelwert dazu, das bedeutet spiegeln am Mittelwert
08:31Wir können auch schreiben hier 2m - wi für den Ausgabewert, ja, und das m ist der Mittelwert aller Gewichte
08:41Der Grover-Algorithmus benutzt gar keine komplexen Gewichte, sondern alle Gewichte werden reelle Zahlen, sind die Imaginärteile sind immer null
08:48Wie funktioniert jetzt der Algorithmus? Das ist ganz einfach, sehen wir hier, wir initialisieren, indem wir alle Gewichte gleich machen und
08:58Wenn wir alle Gewichte gleich machen, müssen wir sie, und reell, dann müssen wir sie auf 1, geeilt durch Wurzel n, setzen, warum? Weil dann das WI ins Quadrat, also Absolutbetrag von wi ins Quadrat, ist dann 1 durch n, und wir haben n Stück davon, ist das 1, also das ist wirklich ein Vektor der Länge 1
09:29Dann geht der Algorithmus in eine Schleife
09:33Die Schleife besteht immer aus Face Inversion, spiegeln am Mittelwert, und das macht man so lange, bis das Gewicht von X Stern über 1 durch Wurzel 2 liegt, und dann misst man
09:56Schauen wir uns das genau an, also wir sehen uns die ersten paar Schritte an, also wir haben hier unsere Zustände von 0 bis
10:12n-1, wir starten die alle mit 1 durch Wurzel n, also am Anfang sind alle unsere Gewichte hier, und da ist irgendwo das X Stern
10:29Wir wissen nicht wo
10:30Jetzt gibt es die erste Operation, die heißt Face Inversion bei X Stern, das heißt, das Vorzeichen des Gewichts von X Stern wird geändert
10:38Alle anderen Gewichte bleiben gleich, also der nächste Zustand, den wir kriegen, ist ein die Wurzel groß n
10:48Hier irgendwo hier ist die x-Achse, wir haben unsere Zustände, hier ist irgendwo das X, und das ist das n-1, die sind alle noch da, oben bis vor dem X Stern
11:07Das X Stern ist jetzt genauso weit unten drunter und die restlichen
11:15Sind da oben
11:17Jetzt kommt die Inversion am Mittelwert
11:19Jetzt, was ist dieser Mittelwert? Nun, da haben wir sehr, sehr viele Elemente, groß N viele, die haben praktisch alle den gleichen Wert, nämlich 1 durch Wurzel N, und einer davon ist das Negative davon, das heißt, der Mittelwert wird hier sein, ein bisschen unten drunter, ich übertreibe ja, das ist das M
11:54Wir spiegeln jetzt jeden am Mittelwert, was bedeutet das? Diese Bisschen, die gehen alle ups, die gehen ein bisschen unten drunter, na jetzt, also die gehen ein bisschen unten drunter, und der hier, der wird hier nach oben geflippt
12:17Jetzt habe ich alles durcheinander
12:23gebracht, wie kommen da jetzt wieder raus? Also, was ist der nächste? Dieses Ding hier wird hier hochgeflippt, wohin? Das ist jetzt im Wesentlichen 2 geteilt durch Wurzel n über Mittelwert, der Abstand hier ist im Wesentlichen 2 ge wur n, und das heißt, wir flippen nach oben
13:07Das heißt, wir kommen, wir liegen zwei Wurzel n nach, über gehen dann z Wurzel n nach oben, das heißt, wir kommen zu liegen bei ungefähr drei über Wurzel n, und alle anderen werden gespiegelt hier am Mittelwert, die gehen also ein bisschen darunter
13:23Also, wie sieht der nächste Zustand aus? Der nächste Zustand sieht so aus, da ist hier 1 durch Wurzel n fast
13:33Alle Zustände, hier ist wieder unser X-Stern, die sind ein bisschen da drunter, und das bei X-Stern ist bei -3W, ja? Und die hier, diese Werte, sind wirklich nur, also, wenn Sie das durchrechnen, die sind wirklich nur klitzeklein unter dem 1 durch Wurzel n
14:01So, jetzt, was passiert als Nächstes? Es kommt pH-Inversion, ja? Face-Inversion bedeutet, dieses Ding hier geht auf -3 geeilt durch Wurzel n, ja? Alle anderen bleiben gleich
14:23Jetzt nehmen wir wieder den Mittelwert, und wiederum, das, was ich zeige, ist total übertrieben in den Abständen, ja? Und wir flippen alles am Mittelwert, das heißt, das hier geht alles ein bisschen runter und Dieser Mittelwert ist im Wesentlichen immer noch ein durch Wurzel n, was bedeutet, dass, wenn der Mittelwert ein durch Wurzel n ist, liegt dieser Wert hier um vier drunter, ja? Wenn ich den jetzt flippe, dann geht er vier drüber, das heißt, das wird hochgeflippt auf 5 durch Wurzel n
15:16Also, was wir festhalten können, ist, dass das Gewicht von X Stern wächst um 2 Wurzel n in jeder Iteration, ja? Es beginnt, also, wenn man das genau durchrechnet, der Mittelwert bleibt, ups, bleibt im Wesentlichen 1 durch Wurzel n, und deswegen wächst das Gewicht von X Stern um 2 durch Wurzel n in jeder Iteration
16:01Es startet bei 1 über Wurzel n, wir möchten, dass es So groß wird wie ein halb, in jedem Schritt wächst es zwei Wurzel n
16:27Also, also brauchen wir ungefähr Wurzel ein halbe Iterationen, ja? Nämlich, wir fangen an bei 1 durch Wurzel n, wir gehen nach 3 durch Wurzel n, wir gehen nach 5 durch Wurzel n, wir gehen nach 5, ja, 1 + 2K durch Wurzel n, und wir möchten, dass das hier gleich ist, gleich ein halb
16:59Und wenn das gleich ein halb ist, dann bedeutet es also K ungefähr Wurzel ein halber
17:15Gut, jetzt muss ich noch eine Sache hier klar machen: Ich habe gesagt, wir machen das, bis das Gewicht von X Stern über ein halb liegt
17:27Das können Sie nicht, klassisch würden Sie das so machen, Sie würden sich immer das Klassisch immer Gewicht von X Stern anschauen und aufhören, wenn das Gewicht von X Stern über ein halb liegt
17:51Das geht beim Quantenrechner nicht, denn wenn Sie das Gewicht anschauen, zerstören Sie den Quantenzustand und haben einen klassischen Zustand
18:02Ja, Quantenrechner machen wir es anders
18:09Wir analysieren, hier zeigt Wurzel n geteilt durch z Iterationen, solange brauchen wir, dann ist das Gewicht groß genug
18:25Das heißt, Quantenrechner machen wir das nicht so, sondern wir wiederholen das Wurzel n/z mal, ja, denn dann können wir uns sicher sein, dass das Gewicht von X Stern über ein halb liegt, und jetzt messen wir, ja
18:49Jetzt, also wir machen das, und dann tun wir hier Messe, was B bedeutet, dann kriegen wir X Stern mit Wahrscheinlichkeit ein Viertel, nämlich Gewicht ins Quadrat, und jedes andere XI mit XI ungleich X Stern mit Wahrscheinlichkeit 1 - ein VI geteilt durch groß N - 1, und das ist ungefähr 3 durch 4 x 2, also wir kriegen das X Stern mit einer Wahrscheinlichkeit ein Viertel und alle anderen mit einer klitze, klitze kleinen Wahrscheinlichkeit, mit exponentiell klein Wahrscheinlichkeit
19:52Das heißt, wenn wir die Rechnung zehnmal wiederholen, können wir uns sicher sein, dass das X Stern kriegen
20:03Wie steht's mit der? Technischen Realisierung: Quantenrechner mit wenigen Cubits wurden realisiert, fünf, sechs
20:13Der Weltrekord beim Faktorisieren ist, dass die Zahl 143 faktorisiert wurde
20:23Als T, ich muss jetzt raten, das ist 13 mal, 13 x 10 ist 130, 13 x 11
20:36Ja, man kann allerdings einen Quantencomputer kaufen von der Firma D-Wave mit angeblich 503 Cubits
20:48Die Firma verkauft den Rechner seit ein, zwei Jahren, erstmal mit 100 Cubits, jetzt mit 500 Cubits
20:53Der Preis ist 10 Millionen, und es haben ihn auch schon einige gekauft: Google, Amazon, CIA, der andere Nachrichtendienst
21:07Die technische Aussage ist gerade in einem Artikel in Science, Dave
21:13Computer, Market, grounding, Quantum machine, problems, faster, ordinary researchers, testing, comparison, computations used, study easy show what novelips do
21:53Also, das ist umstritten, ob das wirklich ein Kernrechner ist
21:56Die Firma behauptet es
21:59Dieser Test sagt: Nein, das ist kein Quantencomputer, da werden irgendwelche Effekte benutzt, aber man bekommt nicht den Geschwindigkeitszuwachs, der versprochen ist
22:12Und in dem Test haben Leute mitgewirkt, die die Maschine gekauft haben
22:17Also der Urteilsspruch ist noch offen
22:21Es scheint so zu sein, dass dieses, dieses, dieif es noch nicht ist, aber Physiker
22:26arbeiten dran und und vielleicht kommen die Dinger irgendwann
22:31Ich fasse zusammen: heutige Rechner beruhen auf klassischer Physik, Quantenphysik erlaubt aber eine größere Klasse von Rechnern
22:42Diese sind potentiell schneller für manche Probleme
22:49Bei Suchen in ungeordneten Datenbanken ist es bewiesen: klassisch ist kein sublinearer Algorithmus möglich, also die Laufzeit ist immer mindestens die Größe von der Datenbank, aber mit Quantenrechner kriegt man Wurzel von Größe hin
23:08Dann gibt es diese Algorithmen, wie etwa das Faktorisieren, da kennt man klassisch keinen polynomiellen
23:16Algorithmus, aber für einen Quantenrechner kennt man Polynomzeit-Algorithmus
23:22Der Zustand ist nicht wie bei Grovers Problem, weil man eben nicht weiß, dass man klassisch, es ist nicht bewiesen, dass man klassisch es nicht in Polynomzeit machen kann
23:34Wenn Quantenrechner mal Wirklichkeit werden, dann kann man faktorisieren, und dann werden viele der Verfahren der Kryptographie unsicher, denn sie beruhen darauf, dass etwa faktorisieren schwer ist oder diskrete Logarithmus schwer ist
23:48Allerdings bietet dann die Quanten, Quantenrechner eine neue Möglichkeit zur sicheren Datenübertragung an
23:54Aber sowas wie digitale Unterschriften muss neu gelöst werden und ist noch nicht gelöst
23:59Auf Quantenrechnern, die Realisierung von Quantenrechnern, steht noch am Anfang.