Portfolio-Rendite und Differenz (Berechnung für CFA®- und FRM®-Prüfungen)
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Q: Wie berechnet man die Portfoliostandardabweichung?
Die Portfoliovarianz wird mit der Formel `w_x^2 σ_x^2 + w_y^2 σ_y^2 + 2w_x w_y Cov(X,Y)` berechnet. Für die im Beispiel gegebenen Werte beträgt die Portfoliostandardabweichung 0.00851.
Dieser Inhalt entschlüsselt die Berechnung von Portfolio-Rendite und -Varianz, die für CFA®- und FRM®-Prüfungen entscheidend sind. Sie lernen, wie die erwartete Rendite als gewichteter Durchschnitt berechnet wird, und erhalten einen Algebra-Trick zur einfachen Erinnerung der komplexen Varianzformel. Verstehen Sie die zentrale Rolle der Korrelation für die Diversifikation und vermeiden Sie häufige Fehler bei der Berechnung der Standardabweichung.
1. Portfolio-Rendite und -Varianz: Grundlagen und Berechnung
1.1. Erwartete Portfolio-Rendite (Portfolio Expected Return)
- Die erwartete Portfolio-Rendite ist ein gewichteter Durchschnitt .
- Sie ist im Allgemeinen leicht zu verstehen und unkompliziert .
- Berechnung: Man kombiniert mehrere Assets oder Aktien in einem Portfolio .
- Man nimmt das Gewicht jeder einzelnen Aktie .
- Man multipliziert es mit der jeweiligen Rendite .
- Anschließend werden alle Ergebnisse addiert .
- Formel: .
- ist das Gewicht der Aktie .
- ist die Rendite der Aktie .
- Beispiel (Zwei Fonds):
- Annahmen: Aktienrendite 8%, Anleihenrendite 6% .
- Gleiche Allokation (Gewicht 50/50 oder 0,5/0,5) .
- Berechnung: .
1.2. Portfolio-Standardabweichung und -Varianz
- Die Portfolio-Standardabweichung ist komplizierter als die erwartete Rendite .
- Sie ist nicht nur die Summe der individuellen Standardabweichungen .
- Sie ist auch kein einfacher gewichteter Durchschnitt der Standardabweichungen .
- Zusätzliche Informationen erforderlich:
- Gewicht der Assets und deren Standardabweichungen .
- Die Korrelation zwischen den Assets ist sehr wichtig .
- Komplexität: Mit mehr Assets steigt die Anzahl der paarweisen Korrelationen .
- In Prüfungen (CFA/FRM) werden typischerweise zwei bis drei Assets abgefragt .
- Zwei-Asset-Fälle sind am häufigsten .
- Zwei Schlüsselkomponenten der Portfolio-Standardabweichung:
- Die Varianz der zugrunde liegenden Assets .
- Die Kovarianz jedes zugrunde liegenden Asset-Paares .
- Beziehung Varianz/Standardabweichung:
- Die Standardabweichung ist einfach die Quadratwurzel der Portfolio-Varianz .
- Portfolio-Varianz-Formel (Zwei Assets X und Y):
- .
- und : Gewichte der Assets X und Y .
- und : Varianzen der Assets X und Y .
- (Korrelation): Der wichtigste Term in der Portfoliotheorie .
- Die Korrelation bestimmt das Ausmaß der Diversifikation .
1.3. Algebra-Trick zum Erinnern der Varianzformel
- Die Formel sieht kompliziert aus, kann aber mit einem Algebra-Trick gemerkt werden .
- Algebra-Formel: .
- Vergleich mit der Varianzformel:
- Setze .
- Setze .
- ergibt den ersten Term () .
- ergibt den zweiten Term () .
- ergibt .
- Wichtige Ergänzung: Man muss den Korrelationsterm () am Ende zusätzlich einfügen .
- Der Korrelationsterm ist der wichtigste, da er die Diversifikation bestimmt .
1.4. Die Rolle der Korrelation und Kovarianz
- Die Korrelation () liegt immer im Bereich von -1 bis +1 .
- Hohe Korrelation (Richtung +1):
- Je höher die Korrelation, desto größer wird die Portfolio-Varianz .
- Niedrige Korrelation (Richtung -1):
- Wenn die Korrelation -1 erreicht, wird der gesamte dritte Term negativ .
- Dies führt zur niedrigsten möglichen Portfolio-Varianz .
- Dies bedeutet das höchste Niveau der Diversifikation .
- Eine negativere Korrelation ist besser für die Diversifikation .
- Kovarianz-Beziehung:
- Die letzten drei Terme () entsprechen der Kovarianz () zwischen X und Y .
- Wenn die Kovarianz direkt gegeben ist, kann sie anstelle dieser drei Terme verwendet werden .
- Die Formel hat zwei Versionen, abhängig davon, ob Kovarianz oder Korrelation gegeben ist .
1.5. Beispiel 1: Berechnung der Portfolio-Standardabweichung mit Korrelation
- Gegebene Daten:
- Asset A: Allokation () 80% (0,8), Standardabweichung () 16% (0,16) .
- Asset B: Allokation () 20% (0,2), Standardabweichung () 25% (0,25) .
- Korrelationskoeffizient () 0,6 .
- Wichtiger Hinweis: Man muss genau prüfen, ob die Frage nach der Standardabweichung oder der Varianz fragt .
- Ein häufiger Fehler ist das Stoppen nach der Berechnung der Varianz .
- Wenn die Standardabweichung gefragt ist, muss im letzten Schritt die Quadratwurzel gezogen werden .
- Berechnung der Portfolio-Varianz (Formel einsetzen) :
- Ergebnis: Die Portfolio-Varianz beträgt 2,66% (oder 0,0266) .
- Das Stoppen hier würde zur falschen Antwort führen (Option B, gerundet 2,7) .
- Berechnung der Portfolio-Standardabweichung:
- .
- (Dies ist Option A) .
2. Beispiel 2: Berechnung der Kovarianz und Portfolio-Standardabweichung
- Szenario: Gleichmäßig in zwei Unternehmen (ABC und XYZ) investiert .
- Gewichte () sind 50/50 (0,5 und 0,5) .
- Gegebene Daten (ABC):
- Renditen: 6%, 8%, 10% .
- Wahrscheinlichkeiten: 15%, 60%, 25% .
- Erwarteter Wert (): 8,2% .
- Standardabweichung (): 1,249% .
- Gegebene Daten (XYZ):
- Renditen: 4%, 5%, 5,5% .
- Wahrscheinlichkeiten: Dieselben wie bei ABC (15%, 60%, 25%) .
- Erwarteter Wert (): 4,975% .
- Standardabweichung (): 0,46% .
- Ziel: Berechnung der Portfolio-Standardabweichung .
- Fehlende Information: Die Korrelation oder Kovarianz fehlt .
- Diese muss aus den gegebenen Wahrscheinlichkeiten und Renditen abgeleitet werden .
2.1. Berechnung der Kovarianz
- Kovarianz-Formel: .
- und (erwartete Renditen) sind bereits gegeben .
- (Wahrscheinlichkeiten) und (Zustandsrenditen) sind ebenfalls gegeben .
- Berechnung des ersten Szenarios (15% Wahrscheinlichkeit):
- .
- .
- .
- Wiederholung: Dieser Prozess wird für die anderen beiden Fälle (60% und 25%) wiederholt .
- Die Datenpunkte ändern sich: (8% und 5%), dann (10% und 5,5%) .
- Ergebnis: Die Summe aller drei Fälle ergibt die Kovarianz .
2.2. Berechnung der Portfolio-Varianz und Standardabweichung
- Portfolio-Varianz-Formel (mit Kovarianz):
- .
- Die drei Terme werden durch ersetzt .
- Einsetzen der Werte:
- Gewichte () sind 0,5 .
- Standardabweichungen () sind bekannt und werden quadriert .
- Die berechnete Kovarianz wird eingesetzt .
- Ergebnis: Die Berechnung liefert die Portfolio-Varianz .
- Standardabweichung: Man zieht die Quadratwurzel aus der Varianz .
- Erinnerung: Der Algebra-Trick hilft beim Erinnern der Struktur .
- Man muss den Korrelationsterm (oder die Kovarianz) am Ende hinzufügen .
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